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MEAG Nachhaltigkeit: Erfolgreicher Mix aus Standard- und Nebenwerten

FundResearch Finanzen, 07.07.2005

Geld verdienen mit einem gutem Gewissen, das ist der Grundgedanke des nachhaltigen Investierens. Ökologisch orientierte Anleger würden sogar auf Teile der Rendite verzichten, wenn in ihrem Sinne investiert wird. Daran verschwendet Christian Greiner, der Manager des Meag Nachhaltigkeit Fonds, jedoch keinen Gedanken: "Langfristig wird sich unser Fonds besser schlagen als ein normaler international anlegender Aktienfonds. Ansonsten würde der ganze Aufwand keinen Sinn machen." Seit Auflage im Oktober 2003 hat Greiner den MSCI World deutlich hinter sich gelassen.
Er greift bei den großen Werten auf das Research der Schweizer Sustainable Asset Management (SAM) zurück. Die Schweizer gehören weltweit zu den führenden Nachhaltigkeitsexperten und sind für die Zusammenstellung der Dow Jones Sustainability Indizes verantwortlich. Greiner wählt die Titel jedoch nicht aus dem normalen Sustainability-Index aus. Er setzt auf die verschärfte Variante. "Darin sind Firmen ausgeschlossen, die einen Großteil der Umsätze in den Bereichen Tabak, Glücksspiel, Alkohol oder Rüstung machen", sagt er.
Auch in der verschärften Variante wird der "Best of Class"-Ansatz verfolgt: "Unter allen Standardwerten werden die Klassenbesten aller Branchen ausgesucht", erklärt Greiner. Darunter sind Firmen wie Siemens, Citigroup oder Intel. Um den Fonds von der Konkurrenz abzuheben und um die Performance aufzupeppen, mischt Greiner 10 bis 20 Prozent so genannter Innovatoren bei. "Das sind zumeist innovative Unternehmen aus den Bereichen Recycling, Wasseraufbereitung oder regenerative Energien." Hierbei nutzt er neben eigenem Research auch das Know-How des Versicherungsriesen Münchener Rück, zu dessen Konzern die MEAG zählt. "Die Experten der Münchener Rück erforschen schon seit drei Jahrzehnten die Umwelt- und Klimaveränderungen. Dadurch können wir die Unternehmensrisiken aber auch Chancen deutlich besser einschätzen - ein klarer Vorteil gegenüber Mitbewerbern", erklärt Greiner. [...] Greiner hält nachhaltige Aktien insgesamt für attraktiv bewertet: "Sie müßten wegen ihres geringeren Unternehmensrisikos mit einer Prämie gehandelt werden – tun sie aber nicht. Daher macht es Sinn, gerade jetzt nachhaltig zu investieren", sagt Greiner.

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