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Hamburger Hof-Passage wird umgebaut01.03.2000
Geschäfte bleiben trotzdem geöffnet
Der Hamburger Hof, eine der traditionsreichsten Einkaufspassagen wird umgebaut. Das Ziel: Eine Passage zu schaffen, die den größten Einkaufsspaß bieten soll. Deshalb werden getreu dem Motto "Hamburger Hof — Hier passiert's" neben all den architektonischen Highlights auch eine Vielzahl von Events realisiert, die die Umbauphase begleiten werden.
Das Besondere daran: Der ganze Umbau wird so durchgeführt, dass der laufende Geschäftsverkehr kaum beeinträchtigt wird. Die Passage muss nicht geschlossen werden. Das Extra für die Mieter: Der Eigentümer wird im Zusammenhang mit dem Umbau keine Mieterhöhungen vornehmen.
Der Umbau soll Ende August, Anfang September abgeschlossen sein. Zur Neueröffnung wird richtig gefeiert: Gestartet wird mit einer großen Modenschau, genannt "Future Catwalk". Am Abend ist eine Galaveranstaltung vorgesehen. Jede Menge Teilnahmekarten werden verlost.
Die Geschichte des Hamburger Hofes
Tradition und Zeitgeist
Es war der kosmopolitische Hamburger Kaufmann, Wilhelm Sillem, der auf dem Grundstück des heutigen Hamburger Hofs, nach dem großen Brand 1842, mit "Sillem´s Bazar" die prächtigste Einkaufspassage Europas bauen ließ.
Das Grundstück von "Sillem´s Bazar" gehörte zum Baublock zwischen Jungfernstieg, Königstraße (heute Poststraße), Große Bleichen und Gänsemarkt. Im Vorderhaus zum Jungfernstieg etablierte sich das " Hotel de Russie", das nicht nur spielsüchtige russische Aristokraten beherbergte, sondern auch als Eingang (5 Schilling) zur Passage mit den 34 Läden diente. Die Passage selber, mit spiegelndem, poliertem rot-schwarzem Mamor verkleidet und einer vielbeachteten Dachkonstruktion aus Gusseisen und Glas, galt als Inbegriff von Luxus und Moderne.
1881 errichteten die Architekten Hansen und Meerwein im Auftrag der "Hanseatischen Baugesellschaft" auf dem Grundstück das große Nobelhotel "Hamburger Hof". Meerwein, berühmt für seine Renaissance-Leidenschaft (er war maßgeblich am Bau der Musikhalle, der St. Michaeliskirche und der Erstellung des Großen Festsaales des Hamburger Rathauses beteiligt) gab der Fassade des "Hamburger Hofs" ihr heute gültiges Aussehen. Unzählige Firmenjubiläen, Debütantinnenbälle, hanseatische Hochzeiten und Besuche gekrönter Häupter füllten die Gästebücher des Hotels.
Mitten im Ersten Weltkrieg, 1917, nach einem Großbrand, begann der Umbau in ein Kontor- und Geschäftshaus. Bis 1966 blieb der "Hamburger Hof" eine zentral gelegene erste Adresse für Büro und Geschäftsräume, obwohl 1944 der gesamte Dachstuhl und die Turmspitze durch alliierte Bombenangriffe vollständig zerstört wurden.
1966 übernahm die "Iduna-Vereinigte Versicherungs AG" den "Hamburger Hof". Sie entschloss sich zu einer neuen Nutzungskonzeption und der Restaurierung des Komplexes. Zwischen 1976 und 1979 baute der Architekt Hans Joachim Fritz den "Hamburger Hof" in ein Bürohaus mit einer Shopping Passage um.
Ein geplanter, geradliniger Passagenverkauf zu der inzwischen umfassend modernisierten Poststraße ließ sich jedoch wegen fehlender Grundstücksflächen nicht realisieren.
Mit der Einkaufspassage im "Hamburger Hof" entstand eine der ersten Geschäfts-Passagen der westlichen City — ein weit über die Stadtgrenzen bekannter Treffpunkt für mode- und lifestyle-bewusste Besucher.
München, 01.03.2000
Bei Rückfragen: Beate Monastiridis-Dörr Tel.: 089 / 2489 - 2070 Fax: 089 / 2489 - 2075 Email: Presse@meag.com
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