Wie ernst ist die Lage im Iran-Konflikt und was bedeutet das für die Börse?
Geopolitische Konflikte werden für die Kapitalmärkte immer dann gefährlich, wenn sie dauerhaft die Weltwirtschaft beeinträchtigen oder die Versorgung mit wichtigen Gütern (z.B. Öl oder Gas) gefährden. Der Iran nutzt den Zeitdruck, unter dem die USA stehen, um Maximalforderungen zu stellen. Das erschwert eine Lösung. Aber wir glauben, dass sich die Blockade in den kommenden Wochen lösen wird. Alle Seiten hätten Vorteile, wenn man sich einigt.
Hat es sich gelohnt, bei den US-Aktien ruhig zu bleiben?
Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass sowohl die USA als auch der Iran ein großes Interesse an einer schnellen Lösung des Konflikts haben. Der Iran ist auf Einnahmen aus dem Erdölexport angewiesen. In den USA erhöhen gestiegene Benzin- und Lebensmittelpreise den Druck auf die Regierung, eine Lösung zu finden. Zusätzlich stehen im November Zwischenwahlen an. Die US-Regierung dürfte daher bemüht sein, die Stimmung in der Bevölkerung zu verbessern.
Welche Bedeutung hat der anhaltende KI-Boom für die Märkte?
Der Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz ist ein wichtiger Treiber der aktuell hohen Aktienkurse. Große US-Technologiekonzerne wie Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Oracle planen allein in diesem Jahr zusätzliche Investitionen von rund 700 Milliarden US-Dollar. Diese Ausgaben stützen die Konjunktur und dürften wesentlich dazu beitragen, dass die US-Wirtschaft weiterhin wächst.
Was bedeutet das für unsere Anlegerinnen und Anleger?
Das Fundament für positive Märkte steht. Aktuelle Belastungen sehen wir nur als vorübergehende Phase. Die Erfahrung zeigt: Ein langer Atem und Besonnenheit sind der Schlüssel zum Erfolg. Wer kurzfristige Schwankungen aushält und dabeibleibt, profitiert langfristig vom Aufwärtstrend.