Die ESMA – kontrolliert die Finanzmärkte.

Infolge der Finanzkrise 2008/2009 wurde der Ruf nach einer europaweit einheitlichen Regulierung der Finanzmärkte laut. Zur Stabilität und Effektivität des gemeinsamen Finanzsystems wurde daher 2011 eine unabhängige Finanzbehörde gegründet: die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority). Die EU-Behörde mit Sitz in Paris verfolgt ambitionierte Ziele:

Anlegerschutz: Die ESMA soll mit ihren Aktivitäten die Anleger, insbesondere Privatanleger, vor riskanten Investitionen schützen.
Marktstabilität: Mit ihrer Arbeit fördert die ESMA Integrität, Transparenz und Effizienz der Finanzmärkte und sorgt damit für eine stabile Marktinfrastruktur. Das heißt: bessere Kontrolle durch Regulierung der Finanzmärkte.
Finanzstabilität: Zielgerichtete Aktionen regulieren effizient die Finanzmärkte, um die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.

Weitere Aufgaben der ESMA: Bahnt sich eine Krisensituation an, trifft die ESMA Notfallmaßnahmen. Darüber hinaus koordiniert sie die Tätigkeiten der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörden wie z. B. der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Deutschland oder der FMA (Finanzmarktaufsicht) in Österreich.