Gehen die Maßnahmen Ihrer Meinung nach nicht weit genug?
Der Staat nimmt viel Geld in die Hand, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie zu begrenzen. Maßnahmen, die dazu gedacht waren, die schlimmsten Folgen der Krise abzumildern, werden ausgeweitet und immer wieder verlängert. Für den Moment ist das positiv. Die Kapitalmärkte blicken jedoch stets in die Zukunft. Wir Investoren wünschen uns weitere Impulse sowie eine nachhaltige Strategie im Umgang mit dem Coronavirus.
Wie sind Ihre Aussichten auf die weitere Entwicklung?
Wir rechnen damit, dass Politik und Zentralbanken für die kommenden Herausforderungen einen guten Weg finden werden. Die Pandemie mit ihren Virusvarianten, die Impfmüdigkeit und die weiterhin sehr niedrigen Impfquoten in den Schwellenländern stellen ein gewisses Risiko dar, welches es zu kontrollieren gilt. Doch auf mittlere und lange Sicht sind wir zuversichtlich und unser Ausblick bleibt weiter positiv.
Welche Anlagestrategie verfolgen Sie in der aktuellen Lage?
In der grundsätzlichen Ausrichtung der Kapitalanlage sind wir derzeit neutral. Wir sind zurückhaltend, weitere Risiken einzugehen – aber auch nicht übervorsichtig. Bei den Aktien kommt es jetzt noch stärker auf eine qualitätsorientierte Auswahl an. Bei den Anleihen bevorzugen wir eher die kürzeren Laufzeiten, mit Blick auf etwaige Zinsänderungs-, aber auch Bonitätsrisiken.
Wie sollen sich Anleger in dieser Situation verhalten?
Anleger sollten in der aktuellen Lage Kurs halten und an ihrer Kapitalanlage entsprechend der eigenen Chance-/Risikoneigung festhalten. Auf mittlere und lange Sicht bleibt unser Ausblick weiter positiv.