Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der MEAG

Wir haben Hinweise zu Fällen erhalten, in denen die MEAG oder ihre Mitarbeiter in sozialen Medien für Betrugsversuche missbraucht worden sind bzw. werden. Dies kann über gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen sowie Apps geschehen. Bitte beachten Sie, dass die MEAG keine WhatsApp-Chats betreibt und auch sonst keine sozialen Medien nutzt, in denen Anlagetipps o.ä. angeboten werden.

Sollten Sie Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, in denen Sie im Namen der MEAG aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben, Anlagetipps zu befolgen oder Zahlungen zu leisten, gehen Sie bitte nicht darauf ein. Melden Sie bitte zweifelhafte Aktivitäten an info@meag.com.

Märkte & Trends 03/2026

Fokus-Thema:
Warum kühle Köpfe die besten Depots führen.

Warum kühle Köpfe die besten Depots führen.

Märkte im Überblick

 

Kapitalmarktindizes 23.3.2026* + / - Ultimo Vormonat  + / - Jahresbeginn

Aktien Deutschland (DAX®)

22.653,86 -9,36% -7,50%

Aktien Europa (EURO STOXX® 50)

5.574,32 -8,83% -3,75%

Aktien USA (S&P 500 COMPOSITE) (PRICE INDEX)

6.581,00 -3,75% -3,86%

Aktien Welt (MSCI WORLD) $ (PRICE INDEX)

4.278,67 -5,28% -3,42%

Umlaufrendite Anleihen Deutschland 9-10 Jahre*

+2,80% -0,10% -0,10%
Währung Euro/US-Dollar 1,16 -1,78% -3,75%

*Bei der 9-10Y Umlaufrendite ist der aktuellste Stand der Vormonat (15.02.2026); bzw. seit Jahresanfang der Wert zur Mitte des Vormonats; d.h. Mitte Dezember 2026

Quelle: Refinitiv, Werte seit Jahresbeginn und zur letzten Monatsmitte in Prozent.

DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG

EURO STOXX® ist eine eingetragene Marke von STOXX Limited

Anlageklassen im Überblick

Die massive Eskalation im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus beschäftigen die Märkte im März 2026. Während die Energiepreise bei hoher Volatilität stark gestiegen sind und die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen dämpfen, zeigt sich eine deutliche Flucht in „sichere Häfen“ wie Gold und den Dollar. Asien und Europa stehen aufgrund ihrer Energieabhängigkeit unter besonderem Druck.

Anlageklassen  Kommentar
Aktien

Die militärische Eskalation zwischen USA/Israel und Iran hat die globale Risikofreude gebremst. Während die US-Märkte aufgrund ihrer Energieautarkie relative Resilienz zeigen, leiden asiatische und europäische Indizes stärker unter dem Energiepreisanstieg. Energie- und Rüstungswerte verzeichnen stärke Zuflüsse, während die bisherige Dominanz von Tech-Themen überlagert wird. Zyklische Konsumwerte leiden unter dem aktuellen Marktumfeld.

Anleihen

Der massive Anstieg der Energiepreise, insbesondere von Öl, hat die Erwartungen an baldige Zinssenkungen der Fed gedämpft. Anleger preisen nun ein Szenario ein, in dem die Zentralbanken die Zinsen trotz schwächeren Wachstums länger hochhalten müssen, um die energiegetriebene Inflation zu bekämpfen.

Alternatives

Rohstoffe sind derzeit das Epizentrum der Marktbewegungen. Die faktische Schließung der Straße von Hormus hat ein Fünftel des weltweiten Ölangebots und verschifften LNGs unterbrochen. Rund ein Drittel des weltweiten Seehandels mit Düngemitteln und ein wesentlicher Teil des globalen Schwefelexports passieren die Meerenge. Solange dieses Nadelöhr blockiert bleibt, ist mit hoher Volatilität und weiteren Preisspitzen zu rechnen. Gold bleibt als stabiler Anker attraktiv.

Liquidität

Liquidität bleibt in geringem Umfang wichtig, um in Phasen mit erhöhter Volatilität handlungsfähig zu bleiben.

Expertenmeinung: Die Preise steigen.

Expertenmeinung: Die Preise steigen.

Stefan Amenda, Leiter Aktien & Multi Asset

Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus wecken Erinnerungen an die Ölkrise. An den Tankstellen sind die Preise für Kraftstoffe bereits sprunghaft gestiegen – das Gespenst der Inflation rückt wieder in den Fokus. Was bedeutet diese Entwicklung für Anleger? Stefan Amenda, Leiter Aktien und Multi Asset MEAG, gibt Antworten.

Die Spritpreise steigen, der Iran-Konflikt verunsichert. Was heißt das konkret für die Wirtschaft in Europa?

Steigende Energiekosten wirken wie eine Bremse für die Wirtschaft: Sie verteuern Produktion und Konsum und dämpfen das Wachstum. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt entscheidend davon ab, wie lange die Spannungen anhalten. Außerdem spielt eine Rolle, inwieweit einzelne Regionen solche Engpässe ausgleichen können, etwa durch eigene Reserven, eine höhere Produktion oder alternative Energieträger. Europa ist hier leider stärker gefordert als andere Regionen, da wir sehr von Importen abhängen.

Müssen wir Angst vor einer echten Ölkrise haben?

Nach aktueller Einschätzung ist das eher unwahrscheinlich. Insgesamt gilt die Versorgungslage als stabil. Mögliche Engpässe dürften eher vorübergehend sein. Zudem ist die Abhängigkeit vom Öl aus dieser Region in Europa heute geringer als früher. Auch weil die Energieversorgung mittlerweile stärker diversifiziert ist, sind Volkswirtschaften heute weniger anfällig für solche Störungen. Von einer Ölkrise ist daher derzeit nicht auszugehen. 

Wie reagieren die Notenbanken? Werden die Zinsen jetzt wieder steigen?

Wir sehen an den Märkten gerade ein Umdenken. Statt der erhofften Zinssenkungen rücken Zinserhöhungen wieder stärker in den Fokus. Dennoch besteht kein großer Anlass zur Sorge. Mit einer scharfen und überraschend starken Kurskorrektur an den Märkten rechnen wir aktuell nicht.

Welche Branchen profitieren, welche leiden?

Grundsätzlich hat sich unser Bild kaum verändert: Rüstungsunternehmen bleiben gefragt, ebenso Banken. Schwieriger haben es energieintensive Branchen wie die Chemie- oder die Automobilindustrie. Das hatten wir aber schon vor dem Konflikt auf dem Schirm. Dennoch wird die Situation laufend neu bewertet, da sich Lage und Einschätzungen jederzeit ändern können. Sollten die Ölpreise über längere Zeit deutlich über 100 US-Dollar pro Barrel liegen, wäre eine Neubewertung erforderlich.

Was sollten Anleger jetzt konkret tun?

Ruhe bewahren und den Blick auf das Ziel richten. Wer langfristig plant und Schwankungen aushält, sollte investiert bleiben. Erfahrene Anleger wissen: Kursrücksetzer sind oft günstige Gelegenheiten, um Werte nachzukaufen oder neue Positionen aufzubauen . Wir bleiben für die Märkte grundsätzlich positiv gestimmt.

Rechtlicher Hinweis:

Die rechtlichen Hinweise zu den einzelnen Investmentfonds entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt/Fondsporträt. Lesen Sie dazu bitte auch die allgemeinen Rechtlichen Hinweise. Geäußerte Prognosen oder Erwartungen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Entwicklungen können hiervon wesentlich abweichen. MEAG behält sich Änderungen der geschilderten Einschätzungen vor und ist nicht verpflichtet, diese Unterlage zu aktualisieren. Wertentwicklungen und Auszeichnungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen und Auszeichnungen.