Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der MEAG

Wir haben Hinweise zu Fällen erhalten, in denen die MEAG oder ihre Mitarbeiter in sozialen Medien für Betrugsversuche missbraucht worden sind bzw. werden. Dies kann über gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen sowie Apps geschehen. Bitte beachten Sie, dass die MEAG keine WhatsApp-Chats betreibt und auch sonst keine sozialen Medien nutzt, in denen Anlagetipps o.ä. angeboten werden.

Sollten Sie Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, in denen Sie im Namen der MEAG aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben, Anlagetipps zu befolgen oder Zahlungen zu leisten, gehen Sie bitte nicht darauf ein. Melden Sie bitte zweifelhafte Aktivitäten an info@meag.com.

Märkte & Trends 10/2026

Fokus-Thema:
Über 75 Jahre und kein bisschen alt.

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Märkte im Überblick

 

Kapitalmarktindizes 21.10.2026* + / - Ultimo Vormonat  + / - Jahresbeginn

Aktien Deutschland (DAX®)

25.645,04 +0,27% +4,43%

Aktien Europa (EURO STOXX® 50)

6.207,52 -1,75% +9,10%

Aktien USA (S&P 500 COMPOSITE) (PRICE INDEX)

7.757,17 -0,10% +13,43%

Aktien Welt (MSCI WORLD) $ (PRICE INDEX)

4.952,87 -0,50% +12,36%

Umlaufrendite Anleihen Deutschland 9-10 Jahre*

3,50 +0,30% +0,60%
Währung Euro/US-Dollar 1,15 +2,17% -4,43%

*Bei der 9-10Y Umlaufrendite ist der aktuellste Stand der Vormonat (15.09.2026); bzw. seit Jahresanfang der Wert zur Mitte des Vormonats; d.h. Mitte Dezember 2025

Quelle: Refinitiv, Werte seit Jahresbeginn und zur letzten Monatsmitte in Prozent.

DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG

EURO STOXX® ist eine eingetragene Marke von STOXX Limited

Anlageklassen im Überblick

Das Marktumfeld bleibt im Spannungsfeld zwischen widerstandsfähigem Wachstum und anhaltenden Risiken. Vor allem in den USA stützen der KI-Investitionszyklus und solide Unternehmensgewinne die Konjunktur. Gleichzeitig dürften der Nahostkonflikt, hohe Energiepreise, erneuter Inflationsdruck und steigende Staatsschulden die Finanzierungsbedingungen restriktiv halten. Aktien und Unternehmensanleihen profitieren von soliden Grundlagen, doch höhere Zinsen begrenzen das Bewertungspotenzial an den Kapitalmärkten. Risiken bestehen in einer Eskalation, stärkeren Inflationsfolgen und einem deutlicheren Wachstumsrückgang.

Anlageklassen  Kommentar
Aktien

Globale Aktien bleiben durch Konjunkturdaten und steigende Gewinnerwartungen gestützt, besonders in den USA. KI-Investitionen treiben die Gewinne, wobei die positive Entwicklung weitere Branchen erfasst. Europäische Aktien reagieren stärker auf hohe Energiepreise, schwächeres Wachstum und politische Unsicherheit in Frankreich. Enttäuschungen bei Gewinnen oder Investitionsplänen könnten Umschichtungen auslösen. Positive Überraschungen können Aktien, trotz höherer Zinsen, unterstützen.

Anleihen

Staatsanleihen stehen im aktuellen Umfeld unter Druck. Das robuste Wachstum begrenzt Zentralbanken bei Zinssenkungen, bei stärkeren Zweitrundeneffekten sind weitere Erhöhungen möglich. Langfristige Renditen dürften durch höhere Laufzeitprämien belastet bleiben. Unternehmensanleihen profitieren von soliden Bilanzen und attraktiven Renditen bei gleichzeitig höherer Volatilitätsanfälligkeit. Französische Politikrisiken sind besonders bei kurzlaufenden französischen Pfandbriefen bedeutsam.

Alternatives

Rohstoffe bleiben stark von der geopolitischen Entwicklung abhängig. Öl, raffinierte Produkte und Flüssiggas dürften bis Anfang 2027 teuer bleiben. Der steigende Energiebedarf der KI-Infrastruktur erhöht den Preisdruck zusätzlich. Der US-Dollar kann von vergleichsweise starkem US-Wachstum und hohen Renditen profitieren, während rohstoffnahe Währungen bei dauerhaft hohen Energiepreisen Unterstützung erhalten könnten. Auch Gold wird als möglicher Portfoliodiversifikator betrachtet.

Liquidität

Liquidität bleibt angesichts geopolitischer Unsicherheit, hoher Zinsen und möglicher Marktschwankungen ein stabilisierender Baustein. Die restriktive Geldpolitik erhöht die Verzinsung, während unerwartete Eskalationen oder starke Marktbewegungen Flexibilität besonders wertvoll machen. Attraktive Renditen bei Unternehmensanleihen und mögliche positive Gewinnüberraschungen begrenzen jedoch den relativen Vorteil höherer Liquiditätsbestände.

Expertenmeinung: Echte Expertise für anspruchsvolle Zeiten.

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Stefan Amenda, Leiter Aktien & Multi Asset

Die Zinsen im Euroraum sind zuletzt über alle Laufzeiten gestiegen. Damit rücken auch die finanziellen Herausforderungen einzelner Staaten wieder stärker in den Fokus der Kapitalmärkte. Erinnerungen an die Euro-Schuldenkrise werden wach, auch wenn die Ausgangslage heute eine andere ist. Wie die aktuellen Entwicklungen einzuordnen sind und welche Faktoren für Entspannung sorgen könnten, erklärt Stefan Amenda, Leiter Aktien und Multi Asset MEAG

In einzelnen Euro-Ländern sind die Zinsen langfristiger Staatsanleihen zuletzt stärker gestiegen als im übrigen Euroraum. Ist das ein Vorbote einer neuen europäischen Staatsschuldenkrise?

Um die aktuelle Entwicklung einzuordnen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Rahmenbedingungen. Die Anleihemärkte werden derzeit von mehreren Faktoren beeinflusst: einem hohen Ölpreis, einer weiterhin erhöhten Inflation, einem robusten Wirtschaftswachstum sowie steigenden Staatsschulden und Haushaltsdefiziten. Die anhaltend hohen Teuerungsraten führen dazu, dass die Märkte mit weiteren Zinsschritten der Zentralbanken rechnen. Das schlägt sich nicht nur in den kurzfristigen, sondern auch in den langfristigen Zinsen nieder.

Besonders auffällig war zuletzt der Anstieg der Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen. Das zeigt, dass Anleger die langfristige Entwicklung der französischen Staatsfinanzen kritischer bewerten. Gleichzeitig hielten sich viele Käufer am Markt zurück. Ein möglicher Grund dafür war das Quartalsende, da Banken in dieser Phase häufig vorsichtiger bei der Aufnahme von Anleihen in ihre Bücher sind. Die Zurückhaltung hielt jedoch auch danach an.

Wenn viele Anleger verkaufen möchten, gleichzeitig aber nur wenige kaufen, kann das zu stärkeren Kursbewegungen führen. Das war zuletzt deutlich zu beobachten. Deshalb stellt sich für Marktteilnehmer die Frage, ob ähnliche Entwicklungen künftig auch bei italienischen oder spanischen Staatsanleihen auftreten könnten. Entsprechend verfolgen wir die Entwicklung derzeit besonders aufmerksam.

Was könnte zu einer Beruhigung an den Märkten für Euro-Staatsanleihen beitragen?

Ein wichtiger Faktor wäre, dass die Staaten ihre Haushalte konsequenter konsolidieren und der Haushaltsdisziplin wieder mehr Bedeutung beimessen. Dafür müssten die Haushaltsdefizite und die Neuverschuldung spürbar zurückgehen. Gleichzeitig macht das höhere Zinsniveau diese Aufgabe schwieriger, weil die Finanzierungskosten für die Staaten steigen. Hinzu kommt, dass eine sparsame Haushaltspolitik in der aktuellen politischen Situation Frankreichs nur schwer durchzusetzen ist. Die für das kommende Jahr anstehenden Wahlen dürften zusätzliche Sparmaßnahmen erschweren. Für Entlastung könnte außerdem eine rückläufige Inflation sorgen. Eine Entspannung der geopolitischen Lage im Nahen Osten und ein sinkender Ölpreis wären hierzu hilfreich.

Darüber hinaus spielt das Vertrauen der Anleger eine wichtige Rolle. Wenn sich die Einschätzung durchsetzt, dass die zuletzt gestiegenen Risikoaufschläge zu hoch sind und die betroffenen Staaten ihren finanziellen Verpflichtungen weiterhin zuverlässig nachkommen, könnte sich die Lage an den Märkten wieder beruhigen. Ein ähnliches Muster war bereits während der Euro-Schuldenkrise zu beobachten. Sobald Klarheit darüber besteht, dass die Eurozone einem unter Druck geratenen Mitgliedsstaat bei Bedarf Unterstützung gewährt, kann sich die Stimmung an den Märkten auch schnell wieder verbessern.

Was bedeutet das für unsere Anleger?

Die aktuelle Situation bleibt anspruchsvoll und verändert sich schnell. Unsere Fondsmanager beobachten die Entwicklungen an den weltweiten Kapitalmärkten gemeinsam mit Spezialisten in München, New York und Hongkong laufend und berücksichtigen neue Entwicklungen bei ihren Anlageentscheidungen. Anleger können zudem darauf vertrauen, dass wir als Vermögensverwalter eines großen Versicherungskonzerns der Stabilität von Portfolios höchste Bedeutung beimessen. Eine intelligente Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und Risikofaktoren hinweg spielt dabei eine zentrale Rolle.

Kurz gesagt: Wir beobachten die Märkte fortlaufend und mit großer Sorgfalt, damit Anleger auch in anspruchsvollen Zeiten auf eine professionelle Steuerung ihrer Kapitalanlagen vertrauen können.

Rechtlicher Hinweis:

Die rechtlichen Hinweise zu den einzelnen Investmentfonds entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt/Fondsporträt. Lesen Sie dazu bitte auch die allgemeinen Rechtlichen Hinweise. Geäußerte Prognosen oder Erwartungen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Entwicklungen können hiervon wesentlich abweichen. MEAG behält sich Änderungen der geschilderten Einschätzungen vor und ist nicht verpflichtet, diese Unterlage zu aktualisieren. Wertentwicklungen und Auszeichnungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen und Auszeichnungen.

 

 

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